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Garten-Tipps Herbst 2017

Was ist mit dem Herbst-Laub zu tun? – Schädlingsbefall beachten

Wenn die ersten Blätter fallen, stellt sich wie im jedem Jahr die Frage, wohin mit dem Laub. Blätter, die kurz zuvor noch aufgrund des Farbspiels bestaunt wurden, werden nun zum lästigen Abfall. Dabei spielen die Blätter im Ökosystem Pflanze/Boden eine wichtige Rolle: Die Nährstoffe befinden sich in einem ständigen Kreislauf. Somit sollten diese sinnvoll als Komposte wiedergenutzt werden, falls sie nicht wie im Wald an Ort und Stelle verbleiben und abgebaut werden können. 

Für größere Laubmengen, die im Herbst auf Gehwegen, Terrassen, Beet- oder Rasenflächen anfallen, bestehen mehrere Möglichkeiten der Verwendung: 
•  Befüllung der eigenen Biotonne
•  Nutzung des RSAG-Biosacks
•  Bestellung eines Containers
•  Eigenkompostierung im Garten
•  Abgabe an der Kompostierungsanlage

HerbstlaubEinfach und problemlos ist die Abgabe des sauber eingesammelten Laubs in die Biotonne. Da häufig die Kapazität des Tonnenvolumens für die Laubmasse nicht ausreicht, können Teilmengen auch in Säcken vorgesammelt und in den Wintermonaten sukzessive in die Biotonne gegeben werden. Oder Sie erwerben einen RSAG-Biosack, den Sie in zahlreichen Verkaufsstellen im Rhein-Sieg-Kreis erhalten. Der Sack ist aus Jute, fasst rund 100 Liter und kann zur Abfuhr an die Straße gestellt werden.

Die ERS EntsorgungsService Rhein-Sieg bietet insbesondere für größere Mengen Laub Container in unterschiedlichsten Größen. Kontakt zum Containerdienst: 02241 306 406 oder » www.ers-containerdienst.de. Dort können Sie auch online bestellen.

Daneben besteht die Möglichkeit, das saubere Laubmaterial entsprechend einer Preisliste und den Vorgaben der einzelnen Kompostierungsanlagen vor Ort abzugeben. Mehr dazu unter der Rubrik „Angebote/Grünabfall“.

Dringend abzuraten ist von der Eigenkompostierung des Laubs, wenn Schädlinge – wie zum Beispiel die Rosskastanien-Miniermotte – enthalten sind. Diese Krankheit der Rosskastanien tritt inzwischen regelmäßig auf, färbt die Blätter braun und führt zu einem stark verfrühten Laubfall. Da bei der Eigenkompostierung nicht ausreichend hohe Temperaturen im Komposthaufen entstehen, werden die Larven der Miniermotte nicht entsprechend abgetötet. Die Folge ist eine weiterführende Infektionskette. Das Laub kann aber ohne Bedenken in die Biotonne gegeben und damit der Kompostierung zugeführt werden. Bei Temperaturen von 70 °C über mindestens eine Woche im gesamten Rottegut werden die Larven der Motte in den Kompostanlagen abgetötet. Dazu trägt auch die optimale Struktur, Luftführung und Befeuchtung des Rotteguts bei: alles Faktoren für die Produktion eines seuchen- und phytohygienisch unbedenklichen Komposts. Der temperaturüberwachte Rotteprozess in den Kompostanlagen ist im Rahmen der RAL-Gütesicherung von Komposten erforderlich und Garant für einen hygienisierten Kompost.

Im Herbstgarten kann aber auch eine Mulchschicht aus gesunden Blättern gezielt zur Abdeckung von Blumen- und Gemüsebeeten genutzt werden. Einerseits ist damit der Boden vor Austrocknung geschützt, anderseits dienen die Pflanzenteile den Bodentieren als Nahrung. Damit die Blätter nicht ständig verweht werden, kann auf die Mulchschicht etwas Kompost oder Erde gestreut werden.